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Basset Hound

Basset Hound

Basset Hound im Freien

Der Basset Hound ist ein Hund voller Gegensätze. Mit seinen kurzen Beinen und den langen Schlappohren wirkt er gemütlich und etwas tollpatschig. Doch hinter dieser charmanten Erscheinung steckt ein zäher Jagdhund mit einer der besten Nasen der Hundewelt. Sein gutmütiges Wesen und seine Geduld machen ihn zu einem wunderbaren Familienhund. Du möchtest wissen, ob der Basset Hound zu dir passt? Hier erfährst du alles Wichtige über diese besondere Rasse.

Steckbrief: Basset Hound

  • Größe: 28–38 cm
  • Gewicht: 20–29 kg
  • Lebenserwartung: 12–13 Jahre
  • FCI-Gruppe: Laufhunde (Gruppe 6)
  • Herkunft: Frankreich/Großbritannien
  • Fell: Kurz, dicht, wetterfest
  • Farben: Tricolor, Bicolor
  • Charakter: Gutmütig, geduldig, eigensinnig
  • Bewegungsbedarf: Niedrig bis Mittel
  • Pflegeaufwand: Niedrig
  • Familientauglich: Sehr gut
  • Anfängergeeignet: Ja

Woher stammt der Basset Hound?

Der Basset Hound hat seine Wurzeln in Frankreich. Der Name leitet sich vom französischen Wort „bas“ ab. Das bedeutet „niedrig“ und beschreibt den tiefen Körperbau perfekt. Bereits im 6. Jahrhundert sollen französische Mönche kurzbeinige Jagdhunde gezüchtet haben. Diese Hunde konnten Wildspuren bodennah verfolgen.

Im 19. Jahrhundert gelangte der Basset Hound nach Großbritannien. Dort wurde die Rasse weiter verfeinert und standardisiert. 1885 erkannte der American Kennel Club die Rasse offiziell an. In den 1960er Jahren stieg die Beliebtheit des Basset Hounds durch Werbekampagnen und Fernsehauftritte. Heute ist er weltweit als gemütlicher Familienhund bekannt.

Wie sieht ein Basset Hound aus?

Der Basset Hound ist ein schwerer Hund auf kurzen Beinen. Seine Schulterhöhe beträgt nur 28–38 cm. Trotzdem bringt er stattliche 20–29 kg auf die Waage. Sein Körper ist lang und kräftig gebaut. Die Haut ist lose und bildet charakteristische Falten.

Am auffälligsten sind die extrem langen Ohren. Sie reichen weit über die Nasenspitze hinaus. Die Ohren helfen beim Fährtensuchen. Sie fächeln Gerüche vom Boden zur Nase. Die Augen sind groß, dunkel und haben einen sanften, leicht traurigen Ausdruck. Die typischen Fellfarben sind Tricolor (schwarz, weiß und braun) und Bicolor (weiß-braun oder weiß-zitronenfarben).

Welchen Charakter hat der Basset Hound?

Der Basset Hound ist ein durch und durch gutmütiger Hund. Seine Gelassenheit ist nahezu unerschütterlich. Stress und Hektik begegnet er mit stoischer Ruhe. Das macht ihn zu einem angenehmen Begleiter in fast jeder Lebenssituation.

Gleichzeitig besitzt der Basset Hound einen ausgeprägten Eigensinn. Dieser stammt aus seiner Vergangenheit als selbstständig arbeitender Jagdhund. Wenn er eine interessante Fährte aufnimmt, kann er Kommandos schlicht ignorieren. Das ist kein Ungehorsam, sondern liegt in seiner Natur. Geduld und positive Verstärkung sind der Schlüssel zur Erziehung.

Gegenüber Kindern zeigt der Basset Hound eine bemerkenswerte Toleranz. Er lässt sich kaum aus der Ruhe bringen. Auch mit anderen Hunden versteht er sich in der Regel ausgezeichnet. Der Basset Hound ist ein Rudeltier und genießt die Gesellschaft anderer Hunde.

Basset Hound Porträt

Wie viel Bewegung braucht ein Basset Hound?

Der Basset Hound hat einen niedrigen bis mittleren Bewegungsbedarf. Täglich reichen etwa 45–60 Minuten Spaziergang. Dabei bevorzugt er ein gemächliches Tempo. Lange Wanderungen oder Joggingrunden sind nicht sein Ding. Er liebt es, gemütlich zu schnüffeln und Fährten zu verfolgen.

Schnüffelspiele sind die ideale Beschäftigung für den Basset Hound. Seine Nase gehört zu den leistungsfähigsten in der Hundewelt. Nur der Bloodhound übertrifft ihn in der Riechleistung. Mantrailing oder Fährtenarbeit sind daher perfekte Aktivitäten. Sie fordern den Basset Hound geistig und körperlich, ohne ihn zu überlasten.

⚠️ Wichtig: Vermeide Treppensteigen und Sprünge so weit wie möglich. Die langen Rücken und kurzen Beine der Basset Hounds machen sie anfällig für Bandscheibenprobleme. Trage deinen Basset Hound als Welpen die Treppen hoch und runter.

Wie pflegt man einen Basset Hound richtig?

Die Fellpflege beim Basset Hound ist unkompliziert. Sein kurzes, dichtes Fell muss nur einmal pro Woche gebürstet werden. Dadurch entfernst du lose Haare und regst die Durchblutung an. Der Basset Hound haart allerdings mehr, als man bei kurzem Fell erwarten würde.

Besondere Aufmerksamkeit brauchen die langen Ohren. Sie müssen mindestens einmal pro Woche kontrolliert und gereinigt werden. Die hängenden Ohren schaffen ein feuchtwarmes Klima. Das begünstigt Ohrinfektionen. Trockne die Ohren nach jedem Bad oder Schwimmen gründlich ab.

Auch die Hautfalten im Gesicht brauchen regelmäßige Pflege. Wische sie mit einem feuchten Tuch ab und trockne sie anschließend. Feuchtigkeit in den Falten kann zu Hautentzündungen führen. Kontrolliere außerdem regelmäßig die Augen. Der lose Lidrand kann zu Reizungen neigen.

Welche Gesundheitsprobleme hat der Basset Hound?

Der Basset Hound ist leider für einige gesundheitliche Probleme anfällig. Das liegt zum Teil an seinem extremen Körperbau. Die kurzen Beine und der lange Rücken belasten den Bewegungsapparat. Bandscheibenvorfälle kommen bei dieser Rasse häufiger vor als bei anderen.

⚠️ Achtung: Übergewicht ist das größte Gesundheitsrisiko beim Basset Hound. Diese Rasse neigt stark zur Gewichtszunahme. Jedes überschüssige Kilo belastet die Gelenke und den Rücken enorm. Kontrolliere das Gewicht deines Bassets regelmäßig.

Weitere typische Erkrankungen sind Ohreninfektionen, Augenprobleme (Entropium, Ektropium), Hüftdysplasie und Magendrehung. Die Von-Willebrand-Krankheit, eine Blutgerinnungsstörung, kommt ebenfalls vor. Seriöse Züchter lassen ihre Zuchttiere auf die wichtigsten Erbkrankheiten untersuchen.

Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt kannst du viele Probleme frühzeitig erkennen. Halte das Gewicht deines Basset Hounds im optimalen Bereich. Sorge für maßvolle, gelenkschonende Bewegung.

Was solltest du bei der Ernährung beachten?

Der Basset Hound ist ein wahrer Vielfraß. Er frisst praktisch alles und immer. Deshalb ist eine konsequente Fütterungskontrolle besonders wichtig. Hochwertiges Futter mit angepasstem Kaloriengehalt ist die beste Wahl. Ein ausgewachsener Basset Hound braucht je nach Aktivität 200–300 g Trockenfutter pro Tag.

Teile die tägliche Ration auf zwei bis drei Mahlzeiten auf. Das beugt einer Magendrehung vor und hält den Stoffwechsel gleichmäßig. Leckerlis solltest du sparsam einsetzen und von der Tagesration abziehen. Obst und Gemüse als Snacks sind kalorienarme Alternativen.

Achte auf einen angemessenen Proteingehalt von 20–25 %. Der Fettgehalt sollte bei übergewichtigen Hunden auf unter 10 % reduziert werden. Zusätze für die Gelenkgesundheit wie Glucosamin und Chondroitin können sinnvoll sein.

Ist der Basset Hound für Anfänger geeignet?

Der Basset Hound ist grundsätzlich ein guter Anfängerhund. Er ist gutmütig, gelassen und nicht übermäßig fordernd. Allerdings solltest du dich auf seinen Eigensinn einstellen. Klassischer Gehorsam ist nicht die Stärke des Basset Hounds. Geduld und Humor sind bei der Erziehung unverzichtbar.

Positive Verstärkung funktioniert am besten. Leckerlis sind ein starker Motivator für den futterbegeisterten Basset. Halte Trainingseinheiten kurz und abwechslungsreich. Wiederholungen langweilen den Basset Hound schnell. Ein zuverlässiger Rückruf ist aufgrund des Jagdtriebs besonders wichtig.

Die Anschaffungskosten liegen bei seriösen Züchtern zwischen 1.200 und 1.800 Euro. Monatlich solltest du mit Kosten von etwa 100–160 Euro für Futter, Versicherung und Tierarzt rechnen.

Häufig gestellte Fragen zum Basset Hound

Wie alt wird ein Basset Hound?

Ein Basset Hound wird durchschnittlich 12–13 Jahre alt. Bei guter Gesundheitsvorsorge und optimalem Gewicht kann er auch 14 Jahre und älter werden.

Haart der Basset Hound stark?

Ja, trotz seines kurzen Fells haart der Basset Hound überraschend viel. Regelmäßiges Bürsten hilft, die losen Haare zu entfernen und die Haarmenge in der Wohnung zu reduzieren.

Kann der Basset Hound alleine bleiben?

Der Basset Hound ist ein Rudeltier und bleibt ungern allein. Mehr als 4–5 Stunden solltest du ihn nicht allein lassen. Einsamkeit kann zu Bellen und destruktivem Verhalten führen.

Ist der Basset Hound ein Kläffer?

Der Basset Hound hat eine tiefe, durchdringende Stimme. Er setzt sie gerne und häufig ein. Besonders bei Langeweile oder Einsamkeit kann er ausdauernd bellen und heulen.

Riecht der Basset Hound stark?

Ja, der Basset Hound hat einen typischen „Hundegeruch“. Das liegt an der öligen Beschaffenheit seiner Haut. Regelmäßige Pflege der Hautfalten und Ohren hilft, den Geruch zu minimieren.

Kann man mit einem Basset Hound joggen?

Nein, der Basset Hound ist kein Joggingpartner. Seine kurzen Beine und sein schwerer Körperbau eignen sich nicht für ausdauernde Laufeinheiten. Gemütliche Spaziergänge sind besser geeignet.

Verträgt sich der Basset Hound mit anderen Haustieren?

Ja, der Basset Hound ist sehr sozialverträglich. Er kommt mit anderen Hunden und auch mit Katzen gut zurecht. Sein friedliches Wesen macht ihn zu einem angenehmen Mitbewohner.

Wie viel kostet ein Basset Hound?

Ein Welpe vom seriösen Züchter kostet zwischen 1.200 und 1.800 Euro. Dazu kommen monatliche Kosten von etwa 100–160 Euro für Futter, Pflege und Tierarztbesuche.

Quellen

  • FCI-Rassestandard Nr. 163: Basset Hound
  • VDH – Verband für das Deutsche Hundewesen: Rasseportrait Basset Hound
  • Packer, R.M.A. et al. (2013): „Impact of facial conformation on canine health.“ PLoS ONE.
  • Basset Hound Club of America: Breed Health Information
  • American Kennel Club: Basset Hound Breed Standard and Health

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