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Black and Tan Coonhound

Black and Tan Coonhound

Black and Tan Coonhound – Steckbrief

Der Black and Tan Coonhound ist eine amerikanische Jagdhunderasse, die speziell für die Nachtspur-Jagd auf Waschbären und andere Baumbärer gezüchtet wurde. Mit seiner eindrucksvollenNase und seiner melodischen Jagdstimme ist er ein klassischer amerikanischer Hound.

Herkunft und Geschichte

Der Black and Tan Coonhound wurde in den südlichen USA aus Foxhounds und Bloodhounds entwickelt. Er ist einer der ältesten amerikanischen Jagdhund-Rassen und war unentbehrlich für die Nachtjagd auf Kleinwild in den Wäldern des amerikanischen Südens. Seit 1945 ist er beim American Kennel Club anerkannt.

Aussehen und Größe

Groß mit einer Schulterhöhe von 58 bis 68 cm und einem Gewicht von 23 bis 34 kg. Das kurze, dichte Fell ist tiefschwarz mit deutlich definierten gelbroten Abzeichen über den Augen, an Wangen, Brust und Pfoten. Die sehr langen Schlappohren und die tiefen Falten im Gesicht erinnern an den Bloodhound.

Charakter und Wesen

Der Black and Tan Coonhound ist freundlich, ausgeglichen und sehr sozial. Er ist ein Hund mit einem sanften Wesen, der gut mit Kindern und anderen Hunden auskommt. Bei der Jagd ist er ausdauernd und zielstrebig, im Haus eher ruhig und entspannt. Sein tief-melodisches Geläut ist rassetypisch und kann sehr laut sein.

Haltung und Auslastung

Braucht täglich ausgiebige Bewegung – lange Spaziergänge oder Joggingtouren. Nasenarbeit und Fährtenarbeit liegen ihm besonders. Ein Garten ist ideal. Seine Nase kann ihn dazu verleiten, Zäune zu ignorieren – sicheres Einzäunen nötig.

Erziehung

Freundlich und lernbereit, aber wie alle Hounds eigensinnig auf der Fährte. Positive Erziehung und konsequente Führung. Rückruf trainieren ist besonders wichtig. Frühe Sozialisation empfohlen.

Gesundheit und Pflege

Robust, Lebenserwartung 10–12 Jahre. Das kurze Fell ist pflegeleicht. Die langen Ohren regelmäßig reinigen. Auf Hüftdysplasie und Augenerkrankungen achten.

Für wen eignet sich diese Rasse?

Für aktive Menschen und Familien mit Garten. Gut als Jagdbegleiter in Nordamerika. In Europa selten und kaum als Jagdhund eingesetzt – eher als ungewöhnlicher Familienhund.

Jagd- und Spurarbeit des Black and Tan Coonhounds

Der Black and Tan Coonhound ist spezialisiert auf die Nachtjagd. Er folgt der Fährte eines Waschbären oder anderen Kleinwildes mit seiner überragenden Nase bis das Tier auf einen Baum gejagt wird – dann zeigt er es durch sein charakteristisches tiefes Geläut an. Diese Jagdmethode heißt „Treeing“ und ist in den USA eine eigene Jagdtradition. Sein tief-melodisches Geläut kann über weite Strecken gehört werden.

Sozialverhalten und Umgang

Der Black and Tan Coonhound ist ein sanftmütiger, freundlicher Hund. Er ist sehr gut mit Kindern und anderen Hunden verträglich – ursprünglich wurde er in Gruppen gehalten. Im Haus ist er ruhig und entspannt, wenn er ausreichend Auslauf bekommt. Gegenüber Fremden ist er offen und freundlich, ohne zu aufdringlich zu sein.

Besonderheiten der Haltung

Das Geläut des Black and Tan Coonhounds kann sehr laut sein – in der Stadthalten kann das zu Problemen mit Nachbarn führen. Ein Garten mit ausreichend Platz und Schallschutz ist empfehlenswert. Die große Schnauze und die Neigung zum Sabbern sind weitere Eigenheiten, die potenzielle Halter beachten sollten.

Züchter und Welpensuche

In Europa sehr selten. Züchter hauptsächlich in den USA. Import möglich, aber mit Aufwand verbunden. Kontakt zu amerikanischen Rasseclubs ist der beste Ausgangspunkt.

Fazit

Der Black and Tan Coonhound ist eine authentisch amerikanische Jagdhunderasse mit großem Charme und sanftem Wesen. Für Liebhaber amerikanischer Houndrassen und aktive Halter mit viel Platz eine interessante, wenn auch seltene Wahl in Europa.

Tipps für angehende Halter

Wer sich für diese Rasse interessiert, sollte sich vor dem Kauf gut informieren und am besten einen erfahrenen Züchter oder Rasseclub kontaktieren. Ein persönlicher Besuch beim Züchter gibt wertvolle Einblicke in die Haltungsbedingungen, das Wesen der Elterntiere und den Charakter der Welpen. Seriöse Züchter legen großen Wert auf Gesundheitsscreenings, Sozialisation der Welpen und geben diese erst mit mindestens 8 Wochen ab.

Wichtig ist auch, dass künftige Halter ihre eigene Lebenssituation ehrlich einschätzen: Steht täglich ausreichend Zeit für Bewegung und Beschäftigung zur Verfügung? Gibt es einen Garten oder regelmäßigen Zugang zur Natur? Passen der Bewegungsdrang und der Charakter der Rasse zur eigenen Persönlichkeit und zum Alltag?

Grundausstattung und laufende Kosten

Zur Grundausstattung gehören Hundekorb oder Hundebox, Leinen und Halsband oder Geschirr, Fressnäpfe, Spielzeug und Pflegeutensilien. Diese einmaligen Anschaffungskosten liegen je nach Qualität zwischen 150 und 400 Euro. Dazu kommen laufende monatliche Kosten für Futter (je nach Größe 40–80 Euro), Tierarztvorsorge (Impfungen, Parasitenschutz: ca. 30–50 Euro monatlich als Rücklage), Versicherung (ca. 15–30 Euro) sowie gelegentliche Kosten für Hundesport, Ausrüstung oder Hundetraining.

Ein Notgroschen für unerwartete Tierarztkosten ist ebenfalls empfehlenswert. Als grobe Daumenregel sollten Hundehalter mindestens 1.000 bis 1.500 Euro pro Jahr für laufende Kosten einplanen – bei größeren Rassen oder intensiver Jagdnutzung auch mehr.

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