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Braque du Bourbonnais

Braque du Bourbonnais

Braque du Bourbonnais – Steckbrief

Der Braque du Bourbonnais ist ein alter französischer Vorstehhund aus der Bourbonnais-Region. Er ist besonders durch seine stummelrütige Natur und sein ungewöhnliches, gesprenkeltes Fell bekannt.

Herkunft und Geschichte

Erste schriftliche Erwähnungen des Braque du Bourbonnais stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Rasse war nach dem Zweiten Weltkrieg fast ausgestorben, wurde aber ab 1970 durch engagierte Züchter wiederhergestellt. FCI-anerkannt (Gruppe 7).

Aussehen und Größe

Mittelgroß mit 48 bis 57 cm Schulterhöhe und 16 bis 26 kg. Das kurze Fell ist charakteristisch weiß mit roten oder leberfarbenen Tupfen (gesprenkeltes Muster). Viele Exemplare haben eine kurze Natur-Stummelrute. Kompakter, athletischer Körperbau.

Charakter und Wesen

Sanft, ausgeglichen und sehr anhänglich. Bekannt für seinen „soft“ Charakter – empfindlich auf Kritik, reagiert sehr gut auf positive Verstärkung. Guter Familienhund.

Haltung und Auslastung

Braucht täglich Bewegung. Als Familienhund mit Aktivitäten gut haltbar.

Erziehung

Sehr sensibel – positive, sanfte Erziehung essentiell. Kein harter Ton. Für empathische Ersthalter gut geeignet.

Gesundheit und Pflege

Robust, Lebenserwartung 12–14 Jahre. Kurzes Fell pflegeleicht.

Für wen eignet sich diese Rasse?

Für Jäger und Familien, die einen sanften, anhänglichen Jagdhund suchen.

Haltung als Familienhund

Als Familienhund ist der Braque du Bourbonnais sehr gut geeignet. Sein sanfter, anhänglicher Charakter macht ihn zu einem idealen Begleiter für Familien mit Kindern. Er ist verträglich mit anderen Hunden und anpassungsfähig. Mit ausreichend Bewegung und Beschäftigung ist er ein ausgeglichener, freundlicher Hausgenosse.

Fazit

Der Braque du Bourbonnais ist eine faszinierende Rasse mit einer bewegten Geschichte – fast ausgestorben und wieder zu neuem Leben erweckt. Sein sanfter Charakter und seine stummelrütige Eigenheit machen ihn zu einem einzigartigen Jagdhund. Für Familien und Jäger, die einen sensiblen, treuen Begleiter suchen, ist er eine hervorragende Wahl.

Stummelrute als Besonderheit

Viele Braque du Bourbonnais werden mit einer natürlichen Kurzrute (Stummelrute) geboren – eine genetische Besonderheit, die die Rasse von anderen unterscheidet. Bei der Jagd hat die kurze Rute den Vorteil, dass sie im Unterholz nicht verletzt wird. In der Hundewelt ist eine natürliche Stummelrute ein sehr seltenes Merkmal, das den Braque du Bourbonnais unverwechselbar macht.

Jagdliche Eigenschaften

Als Vorstehhund arbeitet der Braque du Bourbonnais methodisch und gründlich. Er ist ausdauernd im Gelände und hat ein gutes Nasenvermögen. Besonders gut eignet er sich für die Jagd auf Rebhühner und Fasane in offenem Gelände. Apportierarbeit aus dem Wasser kann er ebenfalls, wenn er früh daran gewöhnt wird.

Züchter und Welpensuche

In Frankreich und den USA ist der Braque du Bourbonnais besser verfügbar als in Deutschland. Importwelpen aus Frankreich sind möglich. Welpenpreise liegen bei 800 bis 1.600 Euro. Seriöse Züchter führen Gesundheitsscreenings durch.

Kosten

Monatliche Kosten ca. 80 bis 140 Euro. Kurzes pflegeleichtes Fell. Ohren kontrollieren.

Fazit

Der Braque du Bourbonnais ist eine charmante, seltene Jagdhunderasse mit einzigartiger Stummelrute und sanftem Charakter. Für Jäger und Familien, die einen besonderen, liebevollen Hund suchen, eine wunderschöne Entdeckung.

Tipps für angehende Halter

Wer sich für diese Rasse interessiert, sollte sich vor dem Kauf gut informieren und am besten einen erfahrenen Züchter oder Rasseclub kontaktieren. Ein persönlicher Besuch beim Züchter gibt wertvolle Einblicke in die Haltungsbedingungen, das Wesen der Elterntiere und den Charakter der Welpen. Seriöse Züchter legen großen Wert auf Gesundheitsscreenings, Sozialisation der Welpen und geben diese erst mit mindestens 8 Wochen ab.

Wichtig ist auch, dass künftige Halter ihre eigene Lebenssituation ehrlich einschätzen: Steht täglich ausreichend Zeit für Bewegung und Beschäftigung zur Verfügung? Gibt es einen Garten oder regelmäßigen Zugang zur Natur? Passen der Bewegungsdrang und der Charakter der Rasse zur eigenen Persönlichkeit und zum Alltag?

Grundausstattung und laufende Kosten

Zur Grundausstattung gehören Hundekorb oder Hundebox, Leinen und Halsband oder Geschirr, Fressnäpfe, Spielzeug und Pflegeutensilien. Diese einmaligen Anschaffungskosten liegen je nach Qualität zwischen 150 und 400 Euro. Dazu kommen laufende monatliche Kosten für Futter (je nach Größe 40–80 Euro), Tierarztvorsorge (Impfungen, Parasitenschutz: ca. 30–50 Euro monatlich als Rücklage), Versicherung (ca. 15–30 Euro) sowie gelegentliche Kosten für Hundesport, Ausrüstung oder Hundetraining.

Ein Notgroschen für unerwartete Tierarztkosten ist ebenfalls empfehlenswert. Als grobe Daumenregel sollten Hundehalter mindestens 1.000 bis 1.500 Euro pro Jahr für laufende Kosten einplanen – bei größeren Rassen oder intensiver Jagdnutzung auch mehr.

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