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Englischer Springer Spaniel

Englischer Springer Spaniel

Englischer Springer Spaniel im Freien

Der Englische Springer Spaniel ist einer der beliebtesten Stöberhunde weltweit. Sein fröhliches Wesen und seine unermüdliche Energie machen ihn zum perfekten Begleiter für aktive Menschen. Er vereint Arbeitsfreude mit einem freundlichen Familiencharakter. In diesem Artikel erfährst du alles über diese vielseitige und liebenswerte Hunderasse.

Steckbrief: Englischer Springer Spaniel

  • Größe: 46–51 cm
  • Gewicht: 18–25 kg
  • Lebenserwartung: 12–14 Jahre
  • FCI-Gruppe: Stöberhunde
  • Herkunft: Großbritannien
  • Fell: Mittellang, glatt bis wellig, mit Fransen
  • Farben: Leber-Weiß, Schwarz-Weiß
  • Charakter: Fröhlich, energisch, menschenfreundlich
  • Bewegungsdrang: Hoch
  • Pflegeaufwand: Mittel
  • Familientauglichkeit: Sehr gut
  • Für Anfänger geeignet: Ja

Woher kommt der Englische Springer Spaniel?

Der Englische Springer Spaniel gehört zu den ältesten Spaniel-Rassen Großbritanniens. Bereits im 14. Jahrhundert wurden ähnliche Hunde auf der Jagd eingesetzt. Ihr Name „Springer“ bezieht sich auf ihre Aufgabe: das Aufscheuchen („Springen“) von Wild aus der Deckung.

Bis ins 19. Jahrhundert wurden alle Spaniels als eine Rasse geführt. Erst die Größe entschied über ihren Einsatz. Kleinere Hunde jagten Waldschnepfen (Cocker). Größere scheuerten das Wild auf (Springer). Die offizielle Trennung der Rassen erfolgte 1902 durch den Kennel Club.

Heute gibt es zwei Zuchtlinien: die Arbeitslinie und die Showlinie. Arbeitslinie-Hunde sind leichter gebaut und haben mehr Trieb. Showlinie-Hunde sind kräftiger und haben längeres Fell. Für die Familienhaltung eignet sich die Showlinie oft besser.

Was macht den Charakter des Springer Spaniels aus?

Der Englische Springer Spaniel ist ein ausgesprochen fröhlicher Hund. Seine wedelnde Rute und sein begeisterter Ausdruck sind sein Markenzeichen. Er begegnet Menschen und anderen Hunden mit großer Offenheit und Freundlichkeit.

Seine Menschenfreundlichkeit ist dabei tief in seinem Wesen verankert. Er baut eine enge Bindung zu seiner gesamten Familie auf. Einzelne Familienmitglieder bevorzugt er dabei selten. Er ist ein echter Rudelhund, der alle gleichmäßig liebt.

Seine Arbeitsfreude zeigt sich im Alltag auf vielfältige Weise. Er apportiert begeistert, sucht gerne und lässt sich für nahezu jede Aktivität motivieren. Langeweile kennt er nicht, solange er bei seinen Menschen ist. Alleine zu sein, verträgt er dagegen weniger gut.

⚠️ Wichtiger Hinweis: Der Springer Spaniel hat einen ausgeprägten Stöbertrieb. Bei Spaziergängen im Wald kann er Wildspuren aufnehmen und selbstständig losziehen. Ein zuverlässiger Rückruf ist daher besonders wichtig.

Wie viel Bewegung braucht ein Springer Spaniel?

Der Springer Spaniel hat einen hohen Bewegungsbedarf. Mindestens 90 Minuten aktive Bewegung pro Tag sind ein Muss. Dabei sollte er regelmäßig frei laufen dürfen. Reine Leinenspaziergänge reichen für diese aktive Rasse nicht aus.

Besonders gerne ist der Springer im Wasser. Die meisten Vertreter der Rasse sind begeisterte Schwimmer. Seen, Bäche und sogar Pfützen werden freudig aufgesucht. Das Schwimmen ist gleichzeitig gelenkschonend und kräftigend.

Im Hundesport zeigt der Springer Spaniel großes Talent. Dummy-Training und Nasenarbeit liegen ihm besonders. Auch Agility macht ihm Freude, wenn die Sprünge gelenkschonend gestaltet sind. Gemeinsame Aktivitäten stärken die Bindung zum Halter enorm.

Welches Futter eignet sich für den Springer Spaniel?

Der Springer Spaniel braucht ein hochwertiges Futter mit ausgewogenem Nährstoffprofil. Die tägliche Futtermenge liegt bei etwa 250 bis 350 Gramm Trockenfutter. Das hängt vom Gewicht und der Aktivität ab.

Ein hoher Fleischanteil ist wichtig. Mindestens 60 Prozent tierisches Protein sorgen für eine optimale Versorgung. Der Springer Spaniel neigt bei falscher Fütterung zu Übergewicht. Kontrolliere das Gewicht regelmäßig und passe die Futtermenge an.

Teile die Tagesration auf zwei Mahlzeiten auf. Das entlastet den Verdauungstrakt. Leckerlis für das Training rechnest du von der Gesamtmenge ab. Frisches Wasser muss jederzeit zugänglich sein.

Englischer Springer Spaniel beim Apportieren im Wasser

Wie pflegst du das Fell des Springer Spaniels?

Das mittellange Fell mit seinen charakteristischen Fransen braucht regelmäßige Pflege. Zwei- bis dreimal pro Woche solltest du den Springer gründlich bürsten. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Ohren, die Brust und die Beinrückseiten.

Die langen Schlappohren des Springers sind anfällig für Entzündungen. Die schlechte Belüftung begünstigt das Wachstum von Bakterien und Hefepilzen. Kontrolliere die Ohren wöchentlich und reinige sie bei Bedarf. Bei Rötung oder unangenehmem Geruch zum Tierarzt gehen.

Alle sechs bis acht Wochen empfiehlt sich ein professionelles Trimming. Dabei werden überschüssige Haare an Ohren, Pfoten und Körper entfernt. Das hält das Fell gepflegt und verhindert Verfilzungen. Du kannst das Trimmen auch selbst erlernen.

Welche Gesundheitsprobleme sind beim Springer Spaniel bekannt?

Der Englische Springer Spaniel ist grundsätzlich eine robuste Rasse. Seine Lebenserwartung liegt bei 12 bis 14 Jahren. Dennoch gibt es einige rassetypische Erkrankungen.

Die Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine erbliche Augenerkrankung. Sie führt zur schrittweisen Erblindung. Seriöse Züchter testen ihre Zuchttiere mit DNA-Tests darauf. Beim Welpenkauf solltest du die Testergebnisse einfordern.

Hüftgelenksdysplasie (HD) kann auch beim Springer vorkommen. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind wichtig. Übergewicht belastet die Gelenke zusätzlich und sollte unbedingt vermieden werden.

⚠️ Gesundheitswarnung: Das sogenannte „Springer Rage Syndrome“ ist eine seltene, aber ernste Verhaltensstörung. Betroffene Hunde zeigen plötzliche, unprovozierte Aggressionsschübe. Diese Erkrankung ist genetisch bedingt. Kaufe nur bei seriösen Züchtern mit dokumentierter Gesundheitshistorie.

Wie erziehst du einen Springer Spaniel richtig?

Die Erziehung des Springer Spaniels ist dank seiner Lernfreude und Menschenbezogenheit relativ einfach. Er möchte gefallen und arbeitet gerne mit seinem Menschen zusammen. Positive Verstärkung funktioniert bei ihm ausgezeichnet.

Der Rückruf verdient besondere Aufmerksamkeit. Der ausgeprägte Stöbertrieb kann den Springer dazu verleiten, eigenständig auf Spurensuche zu gehen. Übe den Rückruf von Anfang an konsequent und in verschiedenen Situationen. Belohne jedes Zurückkommen großzügig.

Frühe Sozialisierung ist auch beim Springer wichtig. Er ist von Natur aus freundlich und aufgeschlossen. Diese positive Grundhaltung solltest du durch vielfältige Erfahrungen in der Welpenzeit festigen. Welpenspielgruppen und Hundeschulen sind ideal dafür.

Ist der Springer Spaniel der richtige Familienhund für dich?

Der Englische Springer Spaniel ist ein ausgezeichneter Familienhund. Er liebt Kinder jedes Alters und spielt ausdauernd mit ihnen. Seine mittlere Größe macht ihn robust genug für den Familienalltag. Gleichzeitig ist er nicht so groß, dass kleine Kinder umgeworfen werden.

Für aktive Familien ist er die perfekte Wahl. Wanderungen, Fahrradtouren und Ausflüge an den See begeistern ihn. Er passt sich dem Familienleben gut an und ist auch am Wochenende auf der Couch zufrieden. Voraussetzung ist die tägliche Auslastung unter der Woche.

Mit anderen Haustieren versteht er sich meist problemlos. Hunde, Katzen und sogar Kleintiere können mit ihm zusammenleben. Eine schrittweise Gewöhnung ist natürlich immer empfehlenswert. Bei Kaninchen und Vögeln solltest du den Stöbertrieb im Auge behalten.

Was kostet ein Englischer Springer Spaniel?

Ein Welpe von einem VDH-Züchter kostet zwischen 1.200 und 1.800 Euro. Darin enthalten sind die Erstimpfungen, der Mikrochip und die Papiere. Bei deutlich günstigeren Angeboten ist Vorsicht geboten.

Die laufenden monatlichen Kosten liegen bei etwa 100 bis 160 Euro. Futter, Tierarzt, Versicherung und Zubehör sind die größten Posten. Dazu kommen eventuelle Kosten für professionelles Trimming alle sechs bis acht Wochen.

Züchter findest du über den Verein für Deutsche Wachtelhunde und Spaniel (VDW). Besuche den Züchter persönlich und lerne die Elterntiere kennen. Ein guter Züchter stellt dir viele Fragen und berät dich ehrlich.

Häufig gestellte Fragen zum Englischen Springer Spaniel

Wie groß wird ein Englischer Springer Spaniel?

Der Englische Springer Spaniel erreicht eine Schulterhöhe von 46 bis 51 cm. Sein Gewicht liegt zwischen 18 und 25 kg. Rüden sind in der Regel etwas größer als Hündinnen.

Haart der Springer Spaniel stark?

Der Springer Spaniel haart mäßig bis mittelstark. Regelmäßiges Bürsten reduziert den Haarverlust deutlich. Während des Fellwechsels nimmt das Haaren zu.

Ist der Springer Spaniel ein Anfängerhund?

Ja, der Springer Spaniel eignet sich gut für Anfänger. Er ist lernwillig, freundlich und verzeiht kleinere Fehler. Ein Besuch in der Hundeschule ist dennoch sehr empfehlenswert.

Kann der Springer Spaniel in einer Wohnung leben?

Ja, mit ausreichend Bewegung kann er in einer Wohnung leben. Ein Garten ist von Vorteil, aber kein Muss. Mindestens 90 Minuten Auslauf täglich sind Pflicht.

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitslinie und Showlinie?

Arbeitslinie-Hunde sind leichter und triebiger. Showlinie-Hunde sind kräftiger mit längerem Fell. Für Familien eignet sich die Showlinie oft besser.

Wie oft muss der Springer Spaniel zum Trimmen?

Alle sechs bis acht Wochen ist ein Trimming empfehlenswert. Dabei werden überschüssige Haare an Ohren, Pfoten und Körper entfernt. Du kannst das auch selbst lernen.

Schwimmt der Springer Spaniel gerne?

Ja, die meisten Springer Spaniels lieben Wasser. Schwimmen gehört zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Es ist gleichzeitig gelenkschonend und eine gute Auslastung.

Wie lange kann der Springer Spaniel alleine bleiben?

Nach schrittweisem Training kann er für vier bis fünf Stunden alleine bleiben. Längere Abwesenheiten sind nicht empfehlenswert. Er ist ein sehr menschenbezogener Hund.

Quellen

  • FCI-Rassestandard Nr. 125 – English Springer Spaniel
  • The Kennel Club UK: Breed Information – English Springer Spaniel
  • Alderton, D. (2020): Hunderassen. Über 200 Rassen aus aller Welt. Dorling Kindersley.
  • Fogle, B. (2012): Hunde. Rassen, Pflege, Geschichte. Dorling Kindersley.

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