Epagneul Bleu de Picardie
Épagneul Bleu de Picardie – Steckbrief
Der Épagneul Bleu de Picardie ist eine seltene Variante des Épagneul Picard mit einem charakteristischen blaugrauen Fell. Er ist ein ausdauernder Jagdspaniel aus der Picardie in Nordfrankreich.
Herkunft und Geschichte
Der Épagneul Bleu de Picardie entstand durch Einkreuzung englischer Blue Belton Setter in den Épagneul Picard Ende des 19. Jahrhunderts. Das Ergebnis war ein Hund mit einem charakteristischen blaugrauen (blauen) Fell. Die Rasse ist FCI-anerkannt und zählt zu den seltensten Spanielrassen weltweit.
Aussehen und Größe
Mittelgroß mit 56 bis 60 cm Schulterhöhe und 20 bis 25 kg. Das charakteristische blaugraue Fell ist fein und wellig. Der Körperbau ist ausdauernd und athletisch.
Charakter und Wesen
Ausgeglichen, sanft und jagdbegeistert. Guter Familienhund mit ausreichend Bewegung. Anhänglich und loyal.
Haltung und Auslastung
Braucht ausreichend Bewegung und Jagdbeschäftigung. Als Familienhund mit aktivem Lebensstil gut haltbar.
Erziehung
Lernwillig und sensibel. Positive Erziehung wirkt gut. Frühe Sozialisation empfohlen.
Gesundheit und Pflege
Robust, Lebenserwartung 12–14 Jahre. Fell regelmäßig pflegen und Ohren kontrollieren.
Für wen eignet sich diese Rasse?
Für Jäger und Spanielliebhaber. Extrem seltene Rasse außerhalb Frankreichs.
Haltung als Familienhund
Als Familienhund ist der Épagneul Bleu de Picardie gut geeignet, wenn er täglich ausreichend bewegt wird. Sein ruhiges, ausgeglichenes Wesen macht ihn zu einem angenehmen Hausgenosse. Für Familien mit Kindern ist er eine gute Wahl, sofern genug Platz und Zeit für Spaziergänge vorhanden sind.
Fazit
Der Épagneul Bleu de Picardie ist eine Rarität – eine der seltensten Spanielrassen der Welt mit einer einzigartigen Fellfarbe. Für Liebhaber seltener Rassen und leidenschaftliche Jäger ein interessanter Begleiter. Welpen sind außerhalb Frankreichs kaum zu finden.
Seltenheit und Bedeutung der Rasse
Der Épagneul Bleu de Picardie gehört zu den seltensten Hunderassen der Welt. Jährlich werden weltweit nur einige Hundert Welpen registriert – die meisten davon in Frankreich. Außerhalb Frankreichs ist er nahezu unbekannt. Diese Seltenheit macht ihn zu einer besonderen Entdeckung für Spaniel- und Jagdhundenthusiasten, die über bekannte Rassen hinausschauen möchten.
Jagdliche Eigenschaften
Als Jagdspaniel ist der Épagneul Bleu de Picardie für Vorsteh- und Stöberarbeit auf Federwild ausgelegt. Er arbeitet methodisch und gründlich und eignet sich besonders für feuchtes, sumpfiges Gelände – ein Erbe seines Ursprungs an der Küste der Picardie. Seine Nasenleistung ist hervorragend, sein Arbeitswille hoch.
Erziehung und Sozialisation
Lernwillig und sensibel – der Épagneul Bleu de Picardie reagiert hervorragend auf sanfte, positive Erziehung. Harte Methoden sind kontraproduktiv. Er baut eine enge Bindung zu seiner Familie auf und leidet unter zu viel Alleinsein. Frühe Sozialisation mit Menschen, anderen Hunden und Kindern ist wichtig.
Züchter und Welpensuche
Welpen außerhalb Frankreichs zu finden ist sehr schwierig. Kontakt zu französischen Rasseverbänden und zum Club de l’Épagneul Bleu de Picardie ist der beste Weg. Wartezeiten von einem Jahr oder mehr sind nicht ungewöhnlich.
Kosten
Welpenpreise liegen bei 800 bis 1.500 Euro. Monatliche Kosten ca. 80 bis 140 Euro für Futter, Tierarzt und Pflege.
Fazit
Der Épagneul Bleu de Picardie ist eine charmante Rarität – ein Jagdspaniel mit einzigartigem Fell und gutem Charakter. Für Kenner und leidenschaftliche Spanielliebhaber eine faszinierende, wenn auch schwer zu beschaffende Rasse.
Tipps für angehende Halter
Wer sich für diese Rasse interessiert, sollte sich vor dem Kauf gut informieren und am besten einen erfahrenen Züchter oder Rasseclub kontaktieren. Ein persönlicher Besuch beim Züchter gibt wertvolle Einblicke in die Haltungsbedingungen, das Wesen der Elterntiere und den Charakter der Welpen. Seriöse Züchter legen großen Wert auf Gesundheitsscreenings, Sozialisation der Welpen und geben diese erst mit mindestens 8 Wochen ab.
Wichtig ist auch, dass künftige Halter ihre eigene Lebenssituation ehrlich einschätzen: Steht täglich ausreichend Zeit für Bewegung und Beschäftigung zur Verfügung? Gibt es einen Garten oder regelmäßigen Zugang zur Natur? Passen der Bewegungsdrang und der Charakter der Rasse zur eigenen Persönlichkeit und zum Alltag?
Grundausstattung und laufende Kosten
Zur Grundausstattung gehören Hundekorb oder Hundebox, Leinen und Halsband oder Geschirr, Fressnäpfe, Spielzeug und Pflegeutensilien. Diese einmaligen Anschaffungskosten liegen je nach Qualität zwischen 150 und 400 Euro. Dazu kommen laufende monatliche Kosten für Futter (je nach Größe 40–80 Euro), Tierarztvorsorge (Impfungen, Parasitenschutz: ca. 30–50 Euro monatlich als Rücklage), Versicherung (ca. 15–30 Euro) sowie gelegentliche Kosten für Hundesport, Ausrüstung oder Hundetraining.
Ein Notgroschen für unerwartete Tierarztkosten ist ebenfalls empfehlenswert. Als grobe Daumenregel sollten Hundehalter mindestens 1.000 bis 1.500 Euro pro Jahr für laufende Kosten einplanen – bei größeren Rassen oder intensiver Jagdnutzung auch mehr.