Griffon Korthals
Griffon Korthals – Steckbrief
Der Griffon Korthals (Wirehaired Pointing Griffon) ist ein vielseitiger, rauhhaariger Vorstehhund, der für seine hervorragende Nasenleistung, seine Ausdauer und seinen ausgesprochen freundlichen Charakter bekannt ist.
Herkunft und Geschichte
Der Griffon Korthals wurde in den 1870er Jahren vom niederländischen Züchter Eduard Karel Korthals in Deutschland und Frankreich entwickelt. Er kreierte durch gezielte Auswahl aus verschiedenen kontinentalen Vorsteh- und Brackentypen einen universell einsetzbaren Jagdhund. Die Rasse ist FCI-anerkannt (Gruppe 7) und in Frankreich und den USA sehr beliebt.
Aussehen und Größe
Groß mit einer Schulterhöhe von 55 bis 60 cm und einem Gewicht von 23 bis 27 kg. Das charakteristische Fell ist hart und drahtartig – stahl- oder eisen-grau mit braunen Abzeichen. Das raue Fell schützt vor Kälte, Nässe und Dornen. Der Körperbau ist kräftig und ausdauernd.
Charakter und Wesen
Freundlich, ausgeglichen und sehr sozial. Der Griffon Korthals ist einer der freundlichsten Vorstehhunde – er liebt Menschen und kommt mit Kindern und anderen Hunden hervorragend aus. Als Jagdhund ist er ausdauernd, zuverlässig und vielseitig. Im Haus ist er ruhig und angenehm.
Haltung und Auslastung
Braucht täglich ausreichend Bewegung. Apportieren, Schwimmen und Vorstehen liegen ihm. Als Familienhund mit aktivem Lebensstil ideal. Hundesport ist eine gute Alternative zur Jagd.
Erziehung
Sehr lernwillig und kooperativ. Positive Erziehung wirkt hervorragend. Gut geeignet für engagierte Ersthalter.
Gesundheit und Pflege
Robust, Lebenserwartung 12–14 Jahre. Das raue Fell gelegentlich trimmen. Ohren regelmäßig reinigen. Auf Hüftdysplasie achten.
Für wen eignet sich diese Rasse?
Ideal für Jäger und aktive Familien. Einer der freundlichsten und vielseitigsten Vorstehhunde.
Jagdeigenschaften im Detail
Der Griffon Korthals gilt als hervorragender Allroundjagdhund. Er vorstehts auf Federwild, apportiert zuverlässig aus dem Wasser und kann für Schweißarbeit eingesetzt werden. Im Vergleich zu anderen Vorstehhunden ist er etwas langsamer, dafür gründlicher und methodischer. Er eignet sich besonders gut für die Niederwildjagd in dichtem Gelände, wo seine robuste Körperstatur zum Vorteil wird.
Training und Ausbildung
Der Griffon Korthals ist einer der lernwilligsten Vorstehhunde. Er reagiert hervorragend auf positive Verstärkung und baut eine starke Bindung zu seinem Ausbilder auf. Für die Jagdausbildung ist er ideal. Als reiner Familienhund ohne Jagdbezug funktioniert er gut, wenn Nasenarbeit und Sport regelmäßig geboten werden.
Sozialverhalten und Familie
Der Griffon Korthals ist einer der sozialsten Vorstehhunde. Er ist hervorragend mit Kindern, tolerant gegenüber anderen Hunden und offen gegenüber Fremden. Sein freundliches Wesen macht ihn zu einem idealen Familienhund – sofern er ausreichend Bewegung und Beschäftigung erhält.
Züchter und Welpensuche
In Deutschland und Österreich gibt es aktive Züchter des Griffon Korthals. Welpenpreise liegen zwischen 900 und 1.500 Euro. Seriöse Züchter führen Gesundheitsscreenings auf Hüftdysplasie durch. Der Rasseclub ist erste Anlaufstelle.
Kosten und Pflege
Monatliche Kosten liegen bei 90 bis 160 Euro. Das raue Fell braucht gelegentliches Trimmen (2–3 Mal pro Jahr). Die Ohren müssen regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.
Fazit
Der Griffon Korthals ist einer der freundlichsten und vielseitigsten Vorstehhunde und dabei von Korthals selbst als „der perfekte Jagdhund“ konzipiert worden. Für Jäger und Familien gleichermaßen empfehlenswert. Eine Rasse, die verdient, bekannter zu sein.
Tipps für angehende Halter
Wer sich für diese Rasse interessiert, sollte sich vor dem Kauf gut informieren und am besten einen erfahrenen Züchter oder Rasseclub kontaktieren. Ein persönlicher Besuch beim Züchter gibt wertvolle Einblicke in die Haltungsbedingungen, das Wesen der Elterntiere und den Charakter der Welpen. Seriöse Züchter legen großen Wert auf Gesundheitsscreenings, Sozialisation der Welpen und geben diese erst mit mindestens 8 Wochen ab.
Wichtig ist auch, dass künftige Halter ihre eigene Lebenssituation ehrlich einschätzen: Steht täglich ausreichend Zeit für Bewegung und Beschäftigung zur Verfügung? Gibt es einen Garten oder regelmäßigen Zugang zur Natur? Passen der Bewegungsdrang und der Charakter der Rasse zur eigenen Persönlichkeit und zum Alltag?
Grundausstattung und laufende Kosten
Zur Grundausstattung gehören Hundekorb oder Hundebox, Leinen und Halsband oder Geschirr, Fressnäpfe, Spielzeug und Pflegeutensilien. Diese einmaligen Anschaffungskosten liegen je nach Qualität zwischen 150 und 400 Euro. Dazu kommen laufende monatliche Kosten für Futter (je nach Größe 40–80 Euro), Tierarztvorsorge (Impfungen, Parasitenschutz: ca. 30–50 Euro monatlich als Rücklage), Versicherung (ca. 15–30 Euro) sowie gelegentliche Kosten für Hundesport, Ausrüstung oder Hundetraining.
Ein Notgroschen für unerwartete Tierarztkosten ist ebenfalls empfehlenswert. Als grobe Daumenregel sollten Hundehalter mindestens 1.000 bis 1.500 Euro pro Jahr für laufende Kosten einplanen – bei größeren Rassen oder intensiver Jagdnutzung auch mehr.