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Irish Red and White Setter

Irish Red and White Setter

Irish Red and White Setter – Steckbrief

Der Irish Red and White Setter ist der ältere Bruder des bekannteren Irish Red Setters. Mit seinem auffälligen rot-weißen Fell und seinem ausgeglichenen Charakter ist er ein hervorragender Jagdhund und Familienhund.

Herkunft und Geschichte

Der Irish Red and White Setter ist die ursprünglichere der beiden irischen Setter-Rassen. Während der rote Irish Setter im 18. Jahrhundert bewusst auf eine einheitlich rote Farbe gezüchtet wurde, bewahrte der Red and White Setter sein traditionelles geschecktes Aussehen. Die Rasse war zeitweise fast ausgestorben, wurde aber ab den 1940er Jahren durch gezielte Zuchtbemühungen gerettet. FCI-anerkannt (Gruppe 7).

Aussehen und Größe

Groß mit einer Schulterhöhe von 58 bis 69 cm und einem Gewicht von 25 bis 34 kg. Das charakteristische Fell ist klar weiß mit kastanienroten Flecken oder Platten – nie vermischt. Es ist fein und seidig. Die langen Ohren sind behaart und hängend.

Charakter und Wesen

Lebhaft, freundlich und sehr familienbezogen. Er ist energisch und verspielt, aber etwas ausgeglichener als der Irish Red Setter. Sehr gut mit Kindern. Sozial gegenüber anderen Hunden. Offen und freundlich gegenüber Fremden.

Haltung und Auslastung

Braucht täglich viel Bewegung. Lange Spaziergänge, Stöbern und Apportieren liegen ihm. Hundesport passt gut. Braucht menschliche Nähe.

Erziehung

Lernwillig und kooperativ. Positive Erziehung wirkt ausgezeichnet. Frühe Sozialisation wichtig. Gut für erfahrene Ersthalter.

Gesundheit und Pflege

Robust, Lebenserwartung 11–15 Jahre. Seidiges Fell regelmäßig pflegen. Auf Hüftdysplasie und Augenerkrankungen achten.

Für wen eignet sich diese Rasse?

Für aktive Familien und Jäger. Seltene, wunderschöne Rasse mit tollem Charakter.

Jagdeigenschaften

Der Irish Red and White Setter ist ein zuverlässiger Vorstehhund für Federwild. Er arbeitet methodisch und gründlich im Gelände, findet Fasane, Rebhühner und Waldschnepfen. Apportieren und Wasserarbeit beherrscht er ebenfalls. Im Vergleich zum roten Irish Setter gilt er als etwas ruhiger und konzentrierter beim Arbeiten.

Erziehung und Training

Der Irish Red and White Setter ist lernwillig und kooperativ. Positive Verstärkung wirkt hervorragend. Er ist sensibel und reagiert empfindlich auf Druck oder Strenge. Ein positiver Trainingsansatz mit viel Lob bringt die besten Ergebnisse. Er ist gut geeignet für erfahrene Ersthalter.

Bewegungsbedarf im Alltag

Als Vorstehhund braucht er täglich mindestens 90 bis 120 Minuten intensive Bewegung. Langsame Spaziergänge reichen nicht – er braucht Gelegenheit zum Rennen und Stöbern in der Natur. Jogging, Radfahren oder ausgedehnte Wanderungen sind ideal. Ein Garten ist sehr empfehlenswert.

Züchter und Welpensuche

Der Irish Red and White Setter ist seltener als der rote Irish Setter. In Irland, Großbritannien und Deutschland gibt es seriöse Züchter. Welpenpreise liegen bei 800 bis 1.500 Euro. Gesundheitsscreenings auf von-Willebrand-Krankheit und Augenerkrankungen sind wichtig.

Kosten

Monatliche Kosten liegen bei ca. 90 bis 150 Euro. Das seidige Fell braucht regelmäßige Pflege, vor allem Bürsten und gelegentliches Trimmen an Ohren und Pfoten.

Fazit

Der Irish Red and White Setter ist eine wunderschöne, seltene Rasse mit tollem Charakter. Für aktive Familien und Jäger ist er ein hervorragender Begleiter. Seine Seltenheit macht ihn zu einer besonderen Entdeckung für Setterliebhaber.

Tipps für angehende Halter

Wer sich für diese Rasse interessiert, sollte sich vor dem Kauf gut informieren und am besten einen erfahrenen Züchter oder Rasseclub kontaktieren. Ein persönlicher Besuch beim Züchter gibt wertvolle Einblicke in die Haltungsbedingungen, das Wesen der Elterntiere und den Charakter der Welpen. Seriöse Züchter legen großen Wert auf Gesundheitsscreenings, Sozialisation der Welpen und geben diese erst mit mindestens 8 Wochen ab.

Wichtig ist auch, dass künftige Halter ihre eigene Lebenssituation ehrlich einschätzen: Steht täglich ausreichend Zeit für Bewegung und Beschäftigung zur Verfügung? Gibt es einen Garten oder regelmäßigen Zugang zur Natur? Passen der Bewegungsdrang und der Charakter der Rasse zur eigenen Persönlichkeit und zum Alltag?

Grundausstattung und laufende Kosten

Zur Grundausstattung gehören Hundekorb oder Hundebox, Leinen und Halsband oder Geschirr, Fressnäpfe, Spielzeug und Pflegeutensilien. Diese einmaligen Anschaffungskosten liegen je nach Qualität zwischen 150 und 400 Euro. Dazu kommen laufende monatliche Kosten für Futter (je nach Größe 40–80 Euro), Tierarztvorsorge (Impfungen, Parasitenschutz: ca. 30–50 Euro monatlich als Rücklage), Versicherung (ca. 15–30 Euro) sowie gelegentliche Kosten für Hundesport, Ausrüstung oder Hundetraining.

Ein Notgroschen für unerwartete Tierarztkosten ist ebenfalls empfehlenswert. Als grobe Daumenregel sollten Hundehalter mindestens 1.000 bis 1.500 Euro pro Jahr für laufende Kosten einplanen – bei größeren Rassen oder intensiver Jagdnutzung auch mehr.

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