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Yorkshire Terrier

Yorkshire Terrier

Der Yorkshire Terrier ist einer der beliebtesten Kleinhunde weltweit. Trotz seiner geringen Größe steckt in ihm ein mutiger und selbstbewusster Charakter. Ursprünglich wurde er im 19. Jahrhundert in der englischen Grafschaft Yorkshire zur Rattenjagd in Textilfabriken und Bergwerken gezüchtet.

Heute ist der Yorkshire Terrier vor allem ein treuer Begleithund. Sein langes, seidiges Fell und sein elegantes Auftreten machen ihn zu einem echten Hingucker. Doch lass dich nicht von seiner zierlichen Erscheinung täuschen. In diesem kleinen Körper steckt ein großes Terrier-Herz mit viel Temperament.

In diesem Artikel erfährst du alles, was du über den Yorkshire Terrier wissen musst. Von der richtigen Fellpflege über seine Gesundheit bis hin zur Frage, ob er als Anfängerhund geeignet ist. So findest du heraus, ob der Yorkshire Terrier der richtige Hund für dich ist.

Steckbrief: Yorkshire Terrier

Größe 18–23 cm
Gewicht 2–3 kg
Lebenserwartung 13–16 Jahre
FCI-Gruppe Terrier (Gruppe 3)
Herkunft Großbritannien
Fell Lang, seidig, nicht haarend
Farben Blau-Tan (Stahlblau mit Gold)
Charakter Lebhaft, mutig, selbstbewusst
Bewegungsdrang Mittel
Pflegeaufwand Hoch
Familientauglich Gut (ältere Kinder)
Für Anfänger geeignet Ja

Yorkshire Terrier – mit seidigem Fell im Park

Wie ist der Charakter des Yorkshire Terriers?

Der Yorkshire Terrier ist ein kleiner Hund mit einer großen Persönlichkeit. Er ist mutig, selbstbewusst und lässt sich von größeren Hunden nicht einschüchtern. Diese Furchtlosigkeit kann manchmal zum Problem werden, wenn er sich mit deutlich größeren Artgenossen anlegt.

Trotz seines Temperaments ist der Yorkie (wie er liebevoll genannt wird) ein sehr anhänglicher Hund. Er bindet sich eng an seine Bezugsperson und folgt ihr am liebsten auf Schritt und Tritt. Diese enge Bindung macht ihn aber auch anfällig für Trennungsangst.

Der Yorkshire Terrier ist wachsam und meldet zuverlässig jeden Besucher an. Dabei kann er allerdings zum übermäßigen Bellen neigen. Eine konsequente Erziehung von Anfang an ist wichtig, um dieses Verhalten in den Griff zu bekommen. Sein Jagdtrieb ist trotz seiner Größe noch vorhanden, schließlich wurde er ursprünglich als Rattenfänger eingesetzt.

Gegenüber Kindern verhält sich der Yorkie meist freundlich. Allerdings ist er aufgrund seiner geringen Größe empfindlich und kann bei grobem Umgang leicht verletzt werden. Deshalb eignet er sich besser für Familien mit älteren Kindern, die gelernt haben, vorsichtig mit dem kleinen Hund umzugehen.

Was braucht ein Yorkshire Terrier bei der Haltung?

Der Yorkshire Terrier eignet sich hervorragend für die Wohnungshaltung. Er braucht keinen großen Garten und kommt auch in einer Stadtwohnung gut zurecht. Tägliche Spaziergänge von insgesamt 45 bis 60 Minuten reichen aus, um seinen Bewegungsdrang zu stillen.

Trotz seiner kompakten Größe braucht der Yorkie geistige Beschäftigung. Intelligenzspielzeug, kleine Suchspiele oder kurze Trainingseinheiten halten ihn mental fit. Ein unterforterter Yorkie sucht sich eigene Beschäftigung, die nicht immer im Sinne des Halters ausfällt.

Der Yorkshire Terrier verträgt keine extremen Temperaturen gut. Im Winter friert er schnell und braucht bei Kälte einen Hundemantel. Im Sommer solltest du Spaziergänge in die kühleren Tageszeiten verlegen und für ausreichend Schatten sorgen. Seine geringe Körpermasse macht ihn empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen.

Der Yorkie ist ein geselliger Hund, der nicht gerne lange allein bleibt. Wenn du den ganzen Tag arbeitest, solltest du über einen Hundesitter oder einen zweiten Hund nachdenken. Mehr als vier bis fünf Stunden allein sollte der Yorkie nicht regelmäßig verbringen müssen.

Wie pflegt man einen Yorkshire Terrier richtig?

Die Fellpflege ist beim Yorkshire Terrier besonders aufwendig. Sein langes, seidiges Fell ähnelt in der Struktur menschlichem Haar. Es wächst kontinuierlich und haart kaum, muss dafür aber täglich gebürstet werden. Ohne regelmäßige Pflege verfilzt das Fell schnell und bildet schmerzhafte Knoten.

Viele Halter entscheiden sich für einen kürzeren Pflegeschnitt (auch Welpenschnitt genannt). Das erleichtert die tägliche Pflege erheblich und ist für den Hund oft angenehmer. Ein professioneller Hundefriseur sollte den Yorkie alle sechs bis acht Wochen schneiden.

Die Haare im Gesicht müssen regelmäßig zurückgebunden oder gekürzt werden. Sonst fallen sie in die Augen und können Reizungen verursachen. Viele Halter verwenden ein Schleifchen oder eine Spange, um die Stirnhaare zusammenzuhalten.

Die Zahnpflege verdient beim Yorkie besondere Aufmerksamkeit. Kleine Hunderassen neigen generell stärker zu Zahnproblemen. Tägliches Zähneputzen mit einer speziellen Hundezahnpasta ist ideal. Auch die Ohren solltest du wöchentlich kontrollieren, da sich Haare im Gehörgang festsetzen können und zu Entzündungen führen.

Yorkshire Terrier – auf dem Arm seines Besitzers

Welche rassetypischen Krankheiten hat der Yorkshire Terrier?

Der Yorkshire Terrier hat eine vergleichsweise hohe Lebenserwartung von 13 bis 16 Jahren. Dennoch gibt es einige Erkrankungen, die bei dieser Rasse häufiger vorkommen.

Wichtiger Hinweis zur Gesundheit: Der Yorkshire Terrier neigt zu Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung), Trachealkollaps (Zusammenfallen der Luftröhre) und Lebershunt (eine Fehlbildung der Lebergefäße). Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt sind wichtig.

Die Patellaluxation ist beim Yorkie besonders häufig. Dabei springt die Kniescheibe aus ihrer normalen Position heraus. Betroffene Hunde heben plötzlich das Hinterbein an und laufen dreibeinig. Je nach Schweregrad kann eine Operation notwendig sein.

Der Trachealkollaps betrifft vor allem kleine Hunderassen. Die Knorpelringe der Luftröhre werden weich und können zusammenfallen. Das führt zu einem charakteristischen Husten, der wie ein Gänseschnattern klingt. In leichten Fällen helfen Medikamente, in schweren Fällen kann ein Stent (eine Gefäßstütze) eingesetzt werden.

Zahnprobleme gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen beim Yorkshire Terrier. Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und frühzeitiger Zahnverlust kommen oft vor. Eine professionelle Zahnreinigung unter Narkose kann alle ein bis zwei Jahre nötig sein. Auch Unterzuckerung (Hypoglykämie) kann bei sehr kleinen Exemplaren auftreten, besonders bei Welpen.

Was kostet ein Yorkshire Terrier?

Ein Yorkshire Terrier Welpe von einem seriösen Züchter kostet zwischen 1.000 und 1.800 Euro. Der Preis hängt von der Zuchtlinie, den Gesundheitsuntersuchungen und dem Standort des Züchters ab. Vorsicht bei deutlich günstigeren Angeboten aus dem Ausland. Diese stammen häufig aus Massenzuchten unter schlechten Bedingungen.

Die monatlichen Kosten für einen Yorkie liegen bei 60 bis 120 Euro. Das Futter macht bei einem so kleinen Hund nur einen geringen Teil aus. Die regelmäßigen Besuche beim Hundefriseur alle sechs bis acht Wochen kosten jeweils 30 bis 60 Euro und sind ein fester Kostenpunkt.

Hundesteuer, Haftpflichtversicherung und Tierarztkosten kommen hinzu. Die Erstausstattung mit Leine, Geschirr, Transporttasche, Näpfen und Pflegeutensilien kostet etwa 200 bis 400 Euro. Bedenke auch, dass kleine Hunde im Krankheitsfall genauso hohe Tierarztrechnungen verursachen können wie große Hunde.

Wie erzieht man einen Yorkshire Terrier?

Die Erziehung des Yorkshire Terriers erfordert liebevolle Konsequenz. Viele Halter machen den Fehler, dem kleinen Hund alles durchgehen zu lassen. Das führt schnell zu einem verwöhnten Tyrannen, der das ganze Haus regiert. Klare Regeln und Grenzen sind von Anfang an wichtig.

Positive Verstärkung funktioniert beim Yorkie am besten. Er lernt schnell und ist motiviert, wenn Leckerlis und Lob im Spiel sind. Kurze Trainingseinheiten von fünf bis zehn Minuten sind ideal, da die Konzentrationsfähigkeit des kleinen Hundes begrenzt ist.

Das übermäßige Bellen ist ein häufiges Problem beim Yorkshire Terrier. Trainiere deinen Yorkie von Anfang an, dass nicht jedes Geräusch eine Reaktion erfordert. Ein ruhiges Alternativverhalten zu belohnen ist effektiver als Schimpfen. Auch die Stubenreinheit kann beim Yorkie etwas länger dauern als bei größeren Rassen.

Sozialisierung ist auch beim Yorkshire Terrier wichtig. Bringe ihn als Welpe mit verschiedenen Menschen, Hunden und Umgebungen in Kontakt. Achte dabei besonders darauf, dass er keine schlechten Erfahrungen mit großen Hunden macht. Ein einzelner negativer Vorfall kann zu dauerhafter Angst oder Aggression führen.

Passt der Yorkshire Terrier zu dir?

Der Yorkshire Terrier passt zu dir, wenn du einen lebhaften und treuen Begleiter suchst. Er eignet sich besonders für Menschen in Stadtwohnungen, die keinen großen Garten haben. Auch für ältere Menschen ist der Yorkie ein guter Begleiter, da sein Bewegungsbedarf überschaubar ist.

Du solltest bereit sein, täglich Zeit in die Fellpflege zu investieren. Das tägliche Bürsten und die regelmäßigen Friseurbesuche gehören zum Yorkie-Leben dazu. Wenn du keine Lust auf aufwendige Fellpflege hast, ist ein kürzerer Schnitt die praktische Lösung.

Für Familien mit sehr kleinen Kindern ist der Yorkshire Terrier weniger geeignet. Er ist zu zart und empfindlich für grobes Anfassen oder Herunterfallen. Mit älteren Kindern, die vorsichtig mit dem kleinen Hund umgehen, versteht er sich dagegen bestens.

Der Yorkshire Terrier ist ein guter Anfängerhund. Er verzeiht kleine Erziehungsfehler und ist anpassungsfähig. Wenn du konsequent bleibst und ihm genug Aufmerksamkeit schenkst, wirst du einen loyalen und unterhaltsamen Begleiter an deiner Seite haben.

Häufig gestellte Fragen zum Yorkshire Terrier

Haart der Yorkshire Terrier?

Wie oft muss ein Yorkshire Terrier zum Friseur?

Kann ein Yorkshire Terrier allein bleiben?

Ist der Yorkshire Terrier für Allergiker geeignet?

Wie groß wird ein Yorkshire Terrier?

Verträgt sich der Yorkshire Terrier mit anderen Hunden?

Was frisst ein Yorkshire Terrier?

Wie alt wird ein Yorkshire Terrier?

Quellen

  • FCI-Rassestandard Nr. 86 – Yorkshire Terrier
  • Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
  • American Kennel Club (AKC) – Yorkshire Terrier Breed Information
  • Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) – Kleine Hunderassen
  • The Kennel Club UK – Yorkshire Terrier Health

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